Wieczorek

 

tomek_portrait

Thomas Wieczorek, geb. am 12.03.1977

 

Die Idee ist da, in dir eingeschlossen. Du musst nur den überzähligen Stein entfernen.

Michelangelo Buonarroti

 

Soweit ich zurückblicken kann, erinnere ich mich, dass ich schon immer großen Gefallen an Farben und am Malen gefunden habe, was mir auch meine Familie und Freunde immer wieder bestätigen. In diese Richtung gefördert und gefordert hat mich dabei aber nie jemand. Im Jahr 2001 beschloss ich endlich, mein Interesse für die Malerei zu vertiefen und mich intensiv damit zu beschäftigen. Und so begann ich in Eigenstudien meine Ideen auf die Leinwand zu übertragen. Mit der Zeit empfand ich so etwas wie Wissensdurst, der darauf wartete, gestillt zu werden, und ich tauchte immer intensiver in die Welt der Kunst ein.

Eines habe ich aber schon immer versucht: alles, was mir in den Sinn kommt, in die Tat umzusetzen. Deshalb glaube ich von mir sagen zu dürfen, ein Visionär zu sein, der seine Träume Wirklichkeit werden lässt.

Neben der Malerei entdeckte ich meine Liebe zum Handwerk und meine Faszination für Technik, was mich dazu brachte, vieles auszuprobieren. Mit der Tiffany-Glaskunst habe ich endlich die Technik gefunden, in der ich meine Neigungen vereinen und meine kreativen Ideen voll ausleben kann. Mein neuestes Projekt, das ich hier erfolgreich abschließen konnte, ist ein Grabmal – in Tiffany.

Auf die Idee kam ich nach dem Tod meines Großvaters. Ich wollte ihm ein Grabmal bauen, wusste aber lange Zeit nicht, wie es auszusehen hat. Während eines Tiffany-Kurses kam mir schließlich die Idee – beim Zusammenlöten der kleinen Glasteile durchzuckte mich ein Geistesblitz: Ich musste das Grabmal für meinen Großvater in Tiffany errichten. Sogleich machte ich mich an die Arbeit und langsam nahm mein Werk Gestalt an. Inzwischen ist das Grabmal an seinem Bestimmungsort in Gedenken an meinen Großvater und mittlerweile meiner verstorbenen Großmutter aufgestellt und zieht die Blicke vieler Friedhofsbesucher auf sich.

Nach diesem Meilenstein auf meinem künstlerischen Weg warten noch viele Visionen darauf, verwirklicht zu werden.